Holzfenster
Holzfenster streichen: Wie oft, womit und wann?
Holzfenster lassen sich mehrmals renovieren und erreichen dadurch eine hohe Lebensdauer – wenn der Anstrich rechtzeitig erneuert wird. Hier lesen Sie, woran Sie erkennen, dass es so weit ist, ob Lasur oder Lack passt, bei welchem Wetter Sie streichen und wie Sie Schritt für Schritt vorgehen.
· aktualisiert · ca. 15 Min. Lesezeit · Fensterservice ROWO

Oft fängt es klein an: ein feiner Riss im Lack, eine abgeplatzte Stelle am Wetterschenkel, ein grauer Schimmer an der Unterkante. Wird der Anstrich dann erneuert, bleibt das Holz geschützt. Wartet man zu lange, zieht Feuchtigkeit ein – und dauerhaft durchfeuchtetes Holz beginnt zu faulen.
Dieser Ratgeber fasst zusammen, was Fachstellen wie proHolz Austria und die Holzforschung Austria sowie die Verarbeitungsrichtlinien von Lackherstellern empfehlen, und übersetzt es in eine Anleitung für Ihr eigenes Fenster. Alle Zahlen sind Richtwerte – maßgeblich ist immer das technische Merkblatt des Produkts, das Sie verwenden. Und wir sagen ehrlich, wo Selbermachen an Grenzen stößt.
Woran Sie erkennen, dass ein neuer Anstrich fällig ist
Fachleute empfehlen, Holzfenster einmal im Jahr genau anzusehen – etwa beim Fensterputzen. Schauen Sie vor allem auf die Außenseite und das untere Drittel: Wetterschenkel und untere Rahmenteile bekommen deutlich mehr Wetter ab als der obere Teil, und waagrechte Flächen verwittern schneller als senkrechte.
Diese Zeichen sprechen für einen neuen Anstrich:
- Feine Risse im Lack oder in der Lasur
- Abblätternde oder abplatzende Farbe
- Vergrautes oder verfärbtes Holz
- Mechanische Schäden, zum Beispiel nach einem Hagel
- Offene Eckverbindungen (V-Fugen): Starke Feuchtewechsel können sie öffnen – dann müssen sie wieder verschlossen werden.
- Wasser perlt nicht mehr ab: Beim Wassertropfentest zeigt abperlendes Wasser, dass noch ein Schutzfilm vorhanden ist. Zieht der Tropfen ein, ist der Schutzfilm wahrscheinlich nicht mehr intakt.

Pflegen, ausbessern oder renovieren?
Wie viel Arbeit auf Sie zukommt, hängt vom Schadensbild ab:
Wartung
Die Beschichtung zeigt erste Schäden, blättert aber nicht ab, und das Holz darunter ist nicht verfärbt. Dann genügt es, zu säubern und/oder anzuschleifen und einen Wartungsanstrich aufzutragen. Feine Haarrisse lassen sich laut Herstellerangaben mit der jährlichen Pflege schließen.
Ausbessern
Kleine mechanische Schäden bessern Sie punktuell mit einem Spitzpinsel aus – ein Komplettanstrich ist dafür nicht nötig.
Renovierungsanstrich
Bei Abplatzungen, Rissen oder vergrautem Holz führt kein Weg daran vorbei: Schadstellen bis aufs rohe Holz schleifen, grundieren und den Anstrich neu aufbauen.
Die Faustregel dahinter: Wer rechtzeitig pflegt, spart sich viel Arbeit. Ist die Beschichtung erst abgewittert, wird aus einem Pflegeanstrich eine deutlich aufwändigere Renovierung.
Wie oft streichen? Außen und innen
Eine feste Jahreszahl gibt es nicht. Wie lange ein Anstrich hält, hängt vor allem von drei Dingen ab: der Beschichtung (Lasur oder deckender Lack), der Lage des Fensters (Wetterseite oder geschützt) und dem konstruktiven Schutz – etwa einem Dachvorsprung oder einem Fenster, das zurückversetzt in der Mauer sitzt statt bündig mit der Fassade.
| Bewitterung | Lasur | Deckender Lack |
|---|---|---|
| Geschützt | ca. 6–7 Jahre | ca. 11–15 Jahre |
| Normal | ca. 3–5 Jahre | ca. 9–12 Jahre |
| Stark | ca. 2–3 Jahre | ca. 4–7 Jahre |
Zwei Muster fallen auf: Deckende Anstriche halten deutlich länger als Lasuren, weil mehr Pigment das Holz vor UV-Strahlung schützt. Und bei deckenden Anstrichen halten helle Farbtöne am längsten, bei Lasuren dagegen mittlere und dunkle Töne.
Und innen?
Auf der Raumseite fehlen Regen und Frost, die Innenseite braucht deshalb seltener einen neuen Anstrich – oft entscheidet dort die Optik. Bei biozidfreien Naturfarben rät ein Hersteller zudem, die Außenflächen mindestens halbjährlich auf kleine schwarze Punkte zu prüfen: Sie deuten auf Pilzbefall durch Kondensfeuchte hin. Wie Sie Kondenswasser am Fenster in den Griff bekommen, lesen Sie im Ratgeber Beschlagene Fenster vermeiden.
Lasur, Lack oder deckende Farbe?
Holzfenster zählen zu den maßhaltigen Bauteilen: Sie dürfen sich kaum verziehen, sonst klemmen sie oder es zieht. Deshalb brauchen sie eine filmbildende Beschichtung, die die Feuchteaufnahme des Holzes bremst – eine Dick- oder Mittelschichtlasur oder einen deckenden Lack. Dünnschichtlasuren, die tief einziehen und nicht abblättern, sind für nicht maßhaltiges Holz gedacht, etwa Zäune, Pergolen oder Carports.
| Merkmal | Lasur | Deckender Lack |
|---|---|---|
| Optik | Holzmaserung bleibt sichtbar | Holz ganz abgedeckt, jeder Farbton möglich |
| UV-Schutz | Hängt vom Pigment ab – farblose und sehr helle Lasuren schützen außen zu wenig | Hoch, weil viel Pigment |
| Haltbarkeit außen | kürzer, ca. 2–7 Jahre (Richtwert) | länger, ca. 4–15 Jahre (Richtwert) |
| Gut für | Fenster, deren Holzoptik bleiben soll | Wetterseite, helle Töne, Farbwechsel |

Und Öl?
An der Außenseite von Fenstern ist Öl umstritten. Ein österreichischer Lackhersteller hält es dort nur für sehr eingeschränkt geeignet: Es erreicht nicht die Schichtstärke und den UV-Schutz, die die ÖNORM B 3803 für Holzfensterbeschichtungen vorsieht, und braucht ein- bis zweimal im Jahr Nachpflege. Naturfarben-Hersteller setzen dagegen auf Leinöl- und Standölfarben als dauerhaftes System. Es ist eine Systemfrage – entscheiden Sie sich für eines und bleiben Sie dabei.
Wasser- oder lösemittelbasiert?
Beides gibt es für Fenster. Für stark beschädigte oder konstruktiv ungeschützte Fenster empfehlen Hersteller eher lösemittelbasierte Renoviersysteme; dass die eine Variante grundsätzlich besser wäre, lässt sich nicht sagen. Wichtiger ist, dass Grundierung, Zwischen- und Schlussanstrich aus einem System stammen und zusammenpassen.
Checkliste: Werkzeug und Material
Legen Sie alles bereit, bevor Sie anfangen. Mit den Trocknungspausen zieht sich ein Fensteranstrich über mehrere Tage – da ist ein fehlendes Schleifpapier ärgerlich.
Werkzeug
- Schaber oder Ziehklinge für lose Farbe
- Schleifklotz und Schleifpapier in Körnung 80, 100 und 120
- Feines Schleifpapier für den Zwischenschliff (etwa Körnung 280)
- Staubpinsel oder feuchtes Tuch zum Entstauben
- Flachpinsel für Flächen, Spitzpinsel für Kanten und Ausbesserungen
- Spachtel
- Malerkrepp und Abdeckfolie
- Schraubendreher für den Morsch-Test
- Schutzbrille und FFP2-Maske beim Schleifen
Material
- Milde Seifenlauge oder Holzreiniger
- Grundierung mit Bläueschutz für rohes Holz außen
- Feinspachtel und witterungsbeständige Außen-Reparaturspachtel
- Fensterlasur oder Fensterlack – Grundierung, Zwischen- und Schlussanstrich aus einem System
- Fensterkitt für schadhafte Kittfalze
- Pflegemittel für die jährliche Pflege danach
Schritt für Schritt: Vorbereitung und Anstrich
Die Schritte orientieren sich an den Renovierrichtlinien österreichischer und deutscher Lackhersteller. Körnungen, Zeiten und Temperaturen sind Richtwerte – halten Sie sich im Zweifel an das Merkblatt Ihres Produkts.
Vorbereitung: Reinigen, Schleifen, Kitten, Grundieren
Schritt 1: Wetter und Zeit einplanen
Streichen Sie außen nur, wenn Luft und Holz mindestens +10 °C haben, kein Regen oder Nebel angesagt ist und keine pralle Sonne auf das Fenster scheint. Inklusive Vorarbeiten und Trocknung sollten Sie rund drei Tage einplanen, bei kühler oder feuchter Witterung deutlich länger.
Schritt 2: Abdecken und schützen
Entscheiden Sie, ob Sie den Flügel eingehängt streichen oder aushängen. Kleben Sie Glas und Beschläge mit Malerkrepp ab und schützen Sie Fensterbrett und Boden mit Folie. Dichtungen und Silikonfugen werden nicht überstrichen – abkleben oder sauber aussparen.
Schritt 3: Reinigen und lose Farbe entfernen
Waschen Sie Stock und Flügel mit milder Seifenlauge ab und lassen Sie alles gut trocknen. Lose und abblätternde Farbe schaben Sie ab. Einen Hochdruckreiniger sollten Sie nicht verwenden, er reißt die Holzfasern auf.
Schritt 4: Schleifen
Schleifen Sie Schadstellen bis aufs rohe Holz – in Faserrichtung, zuerst mit Körnung 80, dann mit 100 und 120. Intakte, gut haftende Flächen schleifen Sie mit Körnung 120 nur an. Danach gründlich entstauben.
Schritt 5: Ausbessern, Fugen schließen, kitten
Kleine Unebenheiten bis etwa 1 mm gleichen Sie mit Feinspachtel aus, größere Fehlstellen außen mit einer witterungsbeständigen Außen-Reparaturspachtel. Offene Eckfugen (V-Fugen) werden verschlossen. Ist der Fensterkitt an einzelnen Stellen rissig, grundieren und streichen Sie den Kittfalz vor, verkitten neu und überstreichen den Kitt nach dem Trocknen.
Schritt 6: Grundieren
Rohes Holz außen wird grundiert, damit es gegen Bläue, Pilze und Insekten geschützt ist. Stark saugende Stellen wie der Wetterschenkel brauchen oft einen zweiten Grundierauftrag nass in nass. Die Grundierung muss durchtrocknen – je nach Produkt ab etwa 4 Stunden, bei lösemittelbasierten Renoviergründen 16 Stunden und mehr.
Anstrich und Trocknung
Schritt 7: Zwischen- und Schlussanstriche auftragen
Tragen Sie zwei bis drei Schichten Lasur auf – bzw. bei deckendem Lack eine Zwischenbeschichtung und zwei Decklackschichten. Zwischen den Aufträgen mit feinem Schleifpapier zwischenschleifen und entstauben. Im Falz, wo Flügel und Stock aufeinandertreffen, nur dünn streichen, sonst verkleben Flügel und Rahmen. Die Zwischentrocknung liegt je nach System bei etwa 3 bis 6 Stunden.
Schritt 8: Durchtrocknen lassen, dann schließen
Schließen Sie das Fenster erst, wenn der Anstrich durchgetrocknet ist – je nach System nach etwa 12 Stunden, bei Leinöl- und Standölfarben frühestens nach 24 Stunden (Falze dann mit Talkum abreiben). Zum Schluss das Malerkrepp abziehen und die beweglichen Beschlagteile fetten.

Lieber streichen lassen?
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Die richtige Jahreszeit: Frühling, Herbst oder Winter?
Entscheidend ist nicht der Kalender, sondern das Wetter am Streichtag und in den Tagen danach. Diese Richtwerte nennen Hersteller für den Außenanstrich:
| Bedingung | Richtwert |
|---|---|
| Luft- und Bauteiltemperatur | mindestens +10 °C; bei Naturfarben auch in den 48 Stunden danach |
| Optimaler Bereich | 15 bis 25 °C bei 40 bis 80 % relativer Luftfeuchte |
| Holz | trocken und sauber; Holzfeuchte unter 15 % |
| Sonne | nicht in praller, direkter Sonne streichen |
| Niederschlag | kein Regen und kein Nebel angesagt, kein Tau auf dem Holz |
| Bis zum Schließen | ca. 12 Stunden; Leinöl- und Standölfarben ab 24 Stunden |
Frühling und Herbst
Frühling und Herbst gelten oft als beste Zeit: Die Temperaturen passen, und die Sonne steht nicht so lange prall auf den Fenstern. Im Herbst heißt es, nicht zu spät anzufangen. Sobald morgens Tau auf dem Holz liegt, Nebel aufzieht oder die Temperatur nachts unter +10 °C fällt, verzögert sich die Trocknung – niedrige Temperaturen und hohe Luftfeuchte bremsen sie deutlich. Im Hochsommer ist dagegen die direkte Sonne das Problem: Streichen Sie dann nur Fenster, die gerade im Schatten liegen.
Und im Winter?
Außen reicht die Temperatur im Winter meist nicht aus – planen Sie den Anstrich lieber für das Frühjahr ein. Die Innenseite können Sie auch in der kalten Jahreszeit streichen, wenn Raum und Holz warm genug sind. Den Falz sollten Sie dann aber nur streichen, wenn das Fenster danach lange genug offen bleiben kann, denn geschlossen wird erst nach dem Durchtrocknen.
Farbe wechseln: von Braun auf Weiß oder Anthrazit
Braun lasierte Holzfenster in Weiß, Grau oder Anthrazit? Das geht – meist aber nicht mit einem schnellen Überstrich, denn aus der Lasur wird ein deckender Anstrich. Vier Punkte sollten Sie vorher kennen.
Helle Töne: deckend statt lasierend
Von lasierenden Weiß- und Hellgrautönen raten Hersteller ab: Sie enthalten zu wenig Pigment für einen ausreichenden UV-Schutz. Helle deckende Töne sind dagegen an Fenstern meist die pflegeleichteste Wahl – in der Richtwert-Tabelle oben halten sie am längsten.
Den alten Anstrich prüfen
Ein neuer Anstrich braucht einen tragfähigen Untergrund. Lose oder mehrfach beschädigte Altanstriche und Anstriche, deren Zusammensetzung Sie nicht kennen, sollten laut Herstellerangaben vollständig entfernt werden. Ist der alte Anstrich intakt, wird er gereinigt und angeschliffen. Kommt auf einen lösemittelbasierten Renoviergrund ein wasserbasiertes deckendes System, nennt ein Hersteller-Merkblatt 48 Stunden Trockenzeit und danach einen Anschliff.
Dunkle Töne werden heiß
Anthrazit und andere dunkle Farben heizen sich in der Sonne stark auf. Laut einer Fachinformation der Branche (mit Bezug auf das BFS-Merkblatt 18 und das ift Rosenheim) erreichen dunkle deckende Oberflächen 65 bis 80 °C, helle nur 40 bis 50 °C. Die Folgen: Harz tritt aus, das Holz trocknet stärker aus, es bilden sich Risse – und das Wartungsintervall wird kürzer. Dunkle Töne sind an Holzfenstern deshalb nur mit Einschränkungen zu empfehlen; eine weiße Grundierung darunter kann helfen. Wie stark das ins Gewicht fällt, hängt vor allem von Lage und konstruktivem Schutz ab: Ein beschattetes Fenster verträgt einen dunklen Ton eher als eines in voller Sonne. Etwas Harzaustritt bei Nadelhölzern gilt übrigens nicht als Mangel.
Vorher abklären: Hausverwaltung, Gemeinde, Denkmalschutz
In Wien müssen die Fenster eines Gebäudes laut Bauordnung ein einheitliches Erscheinungsbild haben – auch bei der Farbe. In Wohnungseigentumsanlagen braucht die Farbänderung einzelner Fenster die Zustimmung der übrigen Miteigentümer, und die Bebauungspläne niederösterreichischer Gemeinden können für Schutzzonen und Altortgebiete Vorgaben zu Material und Farbe machen – in Tulln etwa für straßenseitige Fassaden. Klären Sie einen Farbwechsel deshalb vorab mit Hausverwaltung, Eigentümergemeinschaft oder Gemeinde, bei denkmalgeschützten Häusern mit dem Bundesdenkmalamt.
Typische Fehler beim Streichen
- Zu lange warten. Wer erst streicht, wenn der Anstrich abgewittert ist, hat statt eines Pflegeanstrichs eine deutlich aufwändigere Renovierung vor sich.
- Über lose Farbe streichen. Der Untergrund muss trocken, sauber und tragfähig sein. Lose Altanstriche kommen vorher herunter.
- Farblose oder sehr helle Lasur außen. Ohne genug Pigment fehlt der UV-Schutz. Außen braucht jeder Anstrich einen Farbton.
- Bei Kälte, Nässe oder praller Sonne streichen. Unter +10 °C, bei Tau oder Nebel trocknet der Anstrich schlecht, und in direkter Sonne sollten Sie laut Herstellerangaben gar nicht streichen.
- Dichtungen und Silikon überstreichen. Beides bleibt frei. Spröde Dichtungen werden getauscht, nicht zugestrichen.
- Zu dick im Falz. Dicke Farbschichten zwischen Flügel und Stock können das Fenster verkleben.
- Zu früh schließen. Das Fenster bleibt offen, bis der Anstrich durchgetrocknet ist.
- Systeme mischen. Wer von Dickschichtlasur, Klarlack oder deckender Farbe auf eine Dünnschichtlasur wechselt, muss den alten Anstrich restlos entfernen.
- Morsches Holz überstreichen. Fäulnis stoppt kein Anstrich. Faules Holz muss ersetzt werden.
- Mit dem Hochdruckreiniger vorarbeiten. Der Wasserstrahl reißt die Holzfasern auf.
Selbst streichen oder streichen lassen?
Ein Renovierungsanstrich an gesunden Fenstern ist für geübte Heimwerkerinnen und Heimwerker gut machbar – wenn Sie Zeit, passendes Wetter und Geduld für die Trocknungspausen mitbringen. Pro Durchgang vergehen mehrere Tage, und bei einem Haus mit vielen Fenstern summiert sich das schnell.
Hier stößt Selbermachen an Grenzen
- Morsches Holz: Gibt das Holz beim Schraubendreher-Test weich nach, reicht Streichen nicht mehr. Faule Stellen werden ausgeschnitten und durch neues Holz ersetzt – das ist Holzreparatur, kein Anstrich.
- Beschädigter Wetterschenkel: Als waagrechte Fläche im unteren Drittel bekommt er besonders viel Wetter ab. Ist er gespalten, rissig oder morsch, muss er repariert werden, bevor ein neuer Anstrich hält.
- Kittfalz und Glas: Bröckelt der Kitt rundum oder sitzt die Scheibe nicht mehr fest, geht es um mehr als Farbe: Dann wird neu verglast und verkittet. Mehr dazu bei der Glasreparatur.
- Klemmende oder schleifende Flügel: Liegt das an verstellten Beschlägen, ändert der schönste Anstrich nichts. Beschläge lassen sich justieren – siehe Fensterreparatur.
- Spröde oder undichte Dichtungen: Dichtungen werden nicht überstrichen, sondern bei Bedarf erneuert – siehe Dichtungstausch.
- Hagelschäden an lasierten Fenstern: Sind durch Hagel Holzausrisse entstanden, lässt sich ein lasiertes Fenster laut Herstellerangaben nur noch deckend sanieren.
- Höhe und Kastenfenster: Außenseiten im Obergeschoß sind oft nur mit Gerüst oder Hebebühne sicher erreichbar. Kastenfenster haben innen und außen je eigene Flügel – also doppelt so viele Flächen.
Wenn Sie den Anstrich abgeben möchten
Fensterservice ROWO saniert und streicht Holzfenster in Niederösterreich – in Tulln und im Tullnerfeld, in St. Pölten und im Traisental, in Krems und der Wachau, in Klosterneuburg und am Wienerwald – und in Wien. Der Unterschied zum reinen Anstrich: Wir sehen uns das ganze Fenster an. Anstrich, Dichtung, Beschlag und Glas kommen aus einer Hand, damit der frisch gestrichene Flügel auch wieder dicht schließt. Unsere Techniker bringen jeweils mehr als zehn Jahre Erfahrung mit.
Den Preis kennen Sie, bevor wir anfangen: Fixpreis vorab nach Foto oder Besichtigung. Alles zu Ablauf, Lasur oder Lack und den Kostenfaktoren finden Sie auf der Seite Holzfenster sanieren & streichen lassen.
Häufige Fragen zum Holzfenster streichen
Quellen und Grundlagen
- proHolz Austria, Zuschnitt 58: Wartung von Holzfenstern
- Holzforschung Austria: Wartungsanleitung für Beschichtungen auf Holzoberflächen im Außenbereich, Fachbroschüre Altfenstersanierung
- VFF-Merkblatt HO.01 (Renovierungsintervalle), zitiert in Wartungsanleitungen von Lackherstellern
- KABE-Fachinformation 3319 „Dunkle Farbtöne an Fenstern und Fenstertüren“ (Bezug: BFS-Merkblatt 18, ift Rosenheim)
- ÖNORM B 3803 (Beschichtungen auf Holzfenstern)
- Technische Merkblätter und Renovierrichtlinien österreichischer und deutscher Lackhersteller
- Bauordnung für Wien, § 85 Abs. 7 (Merkblatt Fenstertausch der MA 37)
Stand: September 2026. Dieser Ratgeber ersetzt nicht das technische Merkblatt Ihres Produkts und ist keine Rechtsauskunft.
Anstrich lieber abgeben? Fixpreis vorab
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